Die Krippe

Krippe, Familie Steiner (Steha), Neustadt bei Coburg, Stehamasse, um 1960
Krippe, Familie Steiner (Steha), Neustadt bei Coburg, Stehamasse, um 1960

Die ersten Weihnachtsgottesdienste finden in der Geburtsstadt Christi, in Bethlehem statt, später auch in Rom in der Kirche Santa Maria Maggiore. Emotionaler Mittelpunkt wird die Nachbildung der Geburtsgrotte bzw. der Krippe. Eine Puppe dient als Sinnbild für Jesus. Das Kind in der Krippe wird so zum Symbol für das Weihnachtswunder.

Bis zur Aufklärung dienen Krippen im katholischen Gottesdienst als verkleinerte plastische Veranschaulichung des Höhepunkts der Weihnachtsgeschichte. Die bildliche Darstellung der Szenen orientiert sich wohl an mittelalterlichen Mysterienspielen, der Inhalt folgt dabei dem Lukas-Evangelium. In Deutschland wird aus der Futterkrippe eine Wiege, die Gemeindemitglieder während des Gottesdienstes ständig in Bewegung halten. Noch bis zum 16. Jahrhundert pflegt man die Sitte oder die Puppe wird fröhlich umtanzt.

Danach rücken die Krippen in den Mittelpunkt der häuslichen Weihnachtsausstattung katholischer Familien. Aber es gibt auch, gerade in der Krippenbaukunst, protestantische Zentren wie z.B. Thüringen und Sachsen. So ist die Verbreitung von evangelischen Hauskrippen etwa ab der Mitte des 19. Jahrhunderts immer von regionalen Gepflogenheiten abhängig.

Mit zu den beliebten Hauskrippen gehören Papierkrippen, da sie sowohl zum Aufstellen als auch zur Aufbewahrung während des übrigen Jahres wenig Platz beanspruchen.