Das Weihnachtsfest und sein Brauchtum

Weihnachtsstube in Deutschland um 1915
Weihnachtsstube in Deutschland um 1915

Die Wurzeln des Festes
Weihnachten ist das Freudenfest der Geburt Jesu Christi. Alle Christen feiern, dass der Sohn Gottes als Mensch geboren ist, und Gott mit ihm einen Erlöser zu den Menschen schickt. Der Geburtstermin ist nicht historisch überliefert. Das gilt erst für Termine nach Einführung von Kirchenbüchern und Geburtsregistern. Er wird im 4. Jahrhundert von der Kirche auf den 25. Dezember festgelegt. Das Fest aber steigt auf zu einem der höchsten christlichen Feiertage. Die Geschenke, die wir uns anläßlich des Weihnachtsfestes machen, erinnern an die Gaben der Heiligen Drei Könige. In der christlichen Auslegung zeigt sich Nächstenliebe in gegenseitigen Liebesgaben. Bevor sich das christliche Fest durchsetzt, muß es sich gegen bestehende heidnische Feiern behaupten. Um 330 setzt Konstantin den Gott der Christen, lux mundi, an die Stelle des Sonnengottes und erklärt das Christentum zur römischen Staatsreligion. 354 wird wahrscheinlich erstmals ein Weihnachtsgottesdienst mit Papst Liberius (352-366) in der Vorgängerkirche von Santa Maria Maggiore in Rom gefeiert. Erst seit 813 gilt der 25. Dezember im deutschen Sprachraum als kirchlicher Feiertag.